:: Umwelt & Natur ::
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Umwelt und Natur am Grenzfluss Oder

Du, Deine Umwelt und Europa

Die Welt, in der wir heute leben, wird eines Tages der heutigen Jugend gehören. Obwohl der Umweltschutz Fortschritte macht, brauchen Natur, Tiere und Umwelt auch Mithilfe und Engagement von Europas Jugend.

Aus diesem Grunde hat die EU-Kommission ein Webportal für die Jugend eingerichtet. Unter den Rubriken Luft, Wasser, Abfall und Natur können sich Jugendliche über Umweltprobleme und Schutzmaßnahmen der EU informieren. Jeder Abschnitt enthält auch Wissensfragen und Anregungen für die Gruppen- und Projektarbeit. Kurzvorstellungen einiger Themen können sich die jungen Besucher in einer animierten oder einer Zeichentrickversion angucken, unter anderem zu Verpackungsabfall, Treibhauseffekt, Trinkwasser und bedrohten Tieren. Mit dem “Magischen Puzzle” und der “Geheimen Botschaft im verlassenen Schloss” gibt es sogar zwei Internetspiele zur Umwelt in dem Portal.

Webportal der EU-Kommission

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Vom Grenzfluss zum "grünen Band"
WWF plant ökologischen Tourismus entlang der Oder
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Die Umweltschutzorganisation WWF plant, die Oder zu einem Musterbeispiel für sanften oder ökologischen Tourismus zu machen. Nach den Vorstellungen des WWF könnte der Ökotourismus in der Region den Einheimischen ein Auskommen sichern und gleichzeitig die Naturschätze bewahren. Ziel der Organisation ist es, gemeinsam mit polnischen Partnern entlang des Flusses ein Netzwerk "grüner Punkte" aufzubauen, die als Anlaufstelle für Touristen dienen und Informationen, günstige Übernachtungen, Leihfahrräder und regionale Produkte anbieten sollen. Bis 2006 sollen bis zu zehn solche Stationen in Betrieb sein.

Das Potenzial für eine umweltgerechte Entwicklung des Tourismus ist da: Die Auenwälder auf den Überschwemmungsflächen des Flusses zählen zu den größten Europas. Fischotter und Biber finden hier noch eine Heimat, ebenso der scheue Schwarzstorch. Im Frühjahr und im Herbst nutzen Zugvögel wie Kraniche, Gänse und Enten zu Hunderttausenden die Wiesen am Oderufer als Rastplatz.

Trotz einiger Bemühungen wird es aber noch eine Weile dauern, bis die Bewohner auf der polnischen Seite mit Touristen ein Auskommen haben werden. "In Deutschland gibt es Unterkünfte auf dem Bauernhof. Beim Ökobauern kann man zusehen, wie Käse gemacht wird. Es gibt Reiseführer und bei Regenwetter Programm. Auf der polnischen Seite fehlt das noch", sagt Peter Torkler, Oder-Experte des WWF Deutschland.

Ein Beispiel für die Entwicklungsmöglichkeit längs der gesamten Oder gibt der Nationalpark Unteres Odertal in Brandenburg: Auf einer Länge von etwa 60 Kilometern stehen dort seltene Lebensräume wie Flussauen und Hangwälder unter Schutz. Die Zusammenarbeit mit Polen wird groß geschrieben: Gemeinsam mit den angrenzenden polnischen Landschaftsschutzparks firmiert die Region als "Internationalpark Unteres Odertal". "Fahrradtouristen kommen bei uns besonders auf ihre Kosten", sagt Romuald Buryn, Leiter der Parkverwaltung in Criewen. Radwege von mehr als 200 Kilometer Länge durchziehen das Schutzgebiet.

Informationen:
Fremdenverkehrsverein Am Unteren Odertal
Berliner Straße 47
16303 Schwedt/Oder
(Tel.: 03332/255 90)

Nationalpark Unteres Odertal
Park 2
16306 Criewen
(Tel.: 03332/ 267 70
 www.unteres-odertal.de)

Park Narodowy Ujscie Warty
Chyrzyno 1
69-113 Górzyca
Polen (Tel. von Deutschland: 0048/95/752 40 27)
www.pnujsciewarty.gov.pl).

Quelle: dpa