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Informationen aus dem internationalen Bündnis "Zeit für die Oder"

Zeit für die Oder!
Die Oder - ein Fluss mitten in Europa
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Die Oder gehört mit 850 km Länge und einem Einzugsgebiet von 119.000 km² zu den großen Flüssen Mitteleuropas. Die Oder entspringt im Mährischen Gebirge in der Tschechischen Republik und fließt dann zum größten Teil durch Polen. Über 160 km Länge bildet die Oder die Grenze zwischen Deutschland und Polen. Die Oder fließt überwiegend durch flaches, ländliches Gebiet. Folgende größeren Städte liegen am Fluss: Opole (Oppeln), Wroclaw (Breslau), Kostrzyn (Küstrin) und Szczecin (Stettin) sowie in Deutschland Frankfurt/Oder.

Entlang der Oder hat sich kaum große Industrie angesiedelt; allerdings wurde die Oder als Transportweg zwischen den Niederschlesischen Industriegebieten bei Katowice (Kattowitz) und dem Brandenburger Raum bzw. der Ostsee genutzt. Die Oder ist einer der noch naturnächsten großen Flüsse Mitteleuropas. Große Auenwälder und Überschwemmungsflächen bieten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, wie Schwarzstorch, Biber und Wassernuss.

Das Aktionsbündnis "Zeit für die Oder"
Die naturnahe Oder zählt zu den schönsten Flüssen Europas. Leider ist sie von geplanten Ausbaumaßnahmen bedroht. Deshalb haben sich über 30 Umweltschutzverbände aus Polen, Deutschland und Tschechien im internationalen Aktionsbündnis "Zeit für die Oder" zusammengeschlossen, um den rücksichtslosen Ausbau der Oder zu verhindern.

Das internationale Aktionsbündnis setzt sich für den Schutz der Natur entlang der Oder und eine nachhaltige Regionalentwicklung im Odereinzugsgebiet ein. Wir organisieren Fachtagungen, Fahrradtouren, Ausflüge, Arbeitstreffen, usw.
Im September 2002 veranstalteten wir z.B. eine internationale Fachtagung zum Thema Hochwasserschutz, im Februar 2003 zur Wasserrahmenrichtline. Außerdem wurden vom Aktionbündnis eine Serie von Ausstellungstafeln in deutsch/ polnisch bzw. polnisch/ tschechisch herausgegeben.

Weiterhin wird der "Oder-Rundbrief", eine zweisprachige Info-Broschüre zu aktuellen Themen rund um die Oder, erstellt. Das Aktionsbündnis "Zeit für die Oder" kooperiert mit verschiedenen anderen Fluss-Netzwerken, wie den Projekten "Lebendige Elbe" und "Lebendige Spree" der Deutschen Umwelthilfe.

Kontaktadresse des Bündnisses

Internationale Koordination "Zeit für die Oder"
BUND Berlin
Crellestr. 35
D- 10728 Berlin

Tel. 0049 30 78 79 00 16
Fax: 0049 30 78 79 00 18

http://www.bund-berlin.de/index.php?id=65

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Die Ziele des Aktionsbündnisses:

  • Eine nachhaltige Regionalentwicklung an der Oder: Förderung des Ökotourismus und der Öko-Landwirtschaft
  • Ökologisch verträglicher, nachhaltiger Hochwasserschutz
  • Schutz, Entwicklung und Erhalt der Fluss- und Auensysteme und deren ökologischer Durchgängigkeit
  • Die Entwicklung eines internationalen Netzwerkes von Naturschutzgebieten im Odertal (NATURA 2000 Netzwerk)
  • Die Gewährleistung der Umweltverträglichkeit bei geplanten Vorhaben / Investitionen an der Oder
  • Erhalt der ökologischen Qualitäten der Flüsse und Auen als Grundprinzip in der Binnenschifffahrtspolitik
  • Begleitung der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Odereinzugsgebiet

Bedrohungen:
Als größte Bedrohung für die Oder gilt das 2001 von der polnischen Regierung verabschiedete "Programm für die Oder 2006". Dieses Programm beinhaltet u.a. den Ausbau der Oder für die Schifffahrt und eine energiewirtschaftliche Nutzung der Oder. Das heißt: Staustufenbau!
Auf deutscher Seite gibt es ebenfalls Ausbaupläne, z.B. für die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, die parallel zur Oder verläuft.

Chancen:
Positiv sind die Ausweisungen von Nationalparken entlang der Oder, wie z.B. des deutsch-polnischen Nationalparks "Unteres Odertal". Dieser Park gehört zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Otter, Biber und über 120 Vogelarten, wie Schwarzstorch und Seeadler leben hier. Im letzten Jahr wurde in Polen zudem der Nationalpark "Warthemündung", der an die Oder grenzt, ausgewiesen. An der Mittleren Oder in Polen, westlich von Breslau, befinden sich die größten zusammenhängenden Auengebiete Mitteleuropas. Diese Gebiete müssen als Teil des europäischen Netzwerks "NATURA 2000" geschützt werden. Naturschutz und damit verbundene Projekte im Bereich des Ökotourismus und der nachhaltigen Landwirtschaft sind nach Meinung des Aktionsbündnisses die Zukunft der Oderregion.

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ODRA-INFO: 1. Ausgabe Dateigröße: 183.89 KB   download
ODRA-Info: 2. Ausgabe Dateigröße: 417.23 KB   download
ODRA-INFO: 3. Ausgabe Dateigröße: 206.12 KB   download



EU Verkehr(t)?

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Europa wächst zusammen . dafür will die EU Kommission die transeuropä- ischen Verkehrsnetze (TEN-V) weiter ausbauen, vor allem um die neuen Mitgliedsl änder schneller und besser an die alten anzubinden. Nachdem die Leitlinien und 30 prioritäre Projekte für die TEN-V im April verabschiedet wurden, soll jetzt für die neue Haushaltsperiode ab 2007 der Haushaltstitel für TEN-V von etwa 4 Mrd. Euro auf 20 Mrd. aufgestockt und die Kofinanzierung durch die EU erleichtert werden.

Das Problem: die TEN-V Projekte sind eher eine Wunschliste aus Einzelprojekten der Mitgliedsländer als eine gesamteuropäische Strategie zur Entwicklung der Regionen. Sie stehen im Widerspruch zum Weißbuch .Verkehr. und zur Nachhaltigkeitsstrategie der EU. Viele Projekte bedrohen einzigartige Naturgebiete und die Öffentlichkeitsbeteiligung ist oft mangelhaft. Der BUND hat mit internationalen Partnern ein Projekt zur Erfassung aller dieser Projekte in einer internationalen Datenbank begonnen.

Im Rahmen des Projekts werden auch Workshops in Polen, Ungarn und Tschechien durchgeführt zum Informationsaustausch zwischen NGO-Aktiven in alten und neuen Mitgliedsländern. Wir freuen uns über Hilfe, die Datenbank aufzubauen.

Mehr Info und Kontakt:
Viviane Raddatz: viviane.raddatz@bund.net
Gosia Sendrowska international@bund.net











OderRegio . Vorsorgender raumordnerischer Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Oder
 
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Das in einer ersten Phase von 1999 bis 2001 durchgeführte Projekt Oder- Regio wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III B fortgesetzt. Ziel ist es, die erarbeitete Konzeption zum vorsorgenden Hochwasserschutz bis 2006 zu einem Handlungsprogramm für das gesamte Einzugsgebiet der Oder weiterzuentwickeln. Getragen wird das Projekt von Partnern aus Polen, Tschechien und Deutschland.

Das Projekt hat folgende Arbeitsschwerpunkte:
- Erarbeitung von Planungsgrundlagen für den vorsorgenden Hochwasserschutz;
- Anwendung rechtlicher und planerischer Instrumente zur Sicherung von Überschwemmungsgebieten und zur Minimierung von Schadenspotentialen;
- Information von Bevölkerung und Entscheidungsträgern über Hochwassergefahren sowie möglicher Gegenmaßnahmen an der Oder.
Im Juni 2004 fand in Wroc³aw eine erste Regionalkonferenz statt, die regen Zuspruch fand. Bis 2006 werden noch weitere Konferenzen und Workshops vor allem mit Experten und Entscheidungsträgern durchgeführt. Zurzeit wird ein Informationsangebot im Internet zum Projekt aufgebaut (www.oderregio.org ).
Ein Newsletter wird künftig über den Fortschritt der Arbeiten am Projekt und aktuelle Termine und Veranstaltungen informieren.

Kontakt: Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg
Michael Braune, michael.braune@gl.brandenburg.de
INFRASTRUKTUR & UMWELT Dr. Jürgen Neumüller, juergen.neumueller@iu-info.de



 
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Oder-Ausbau . war es die Ruhe vor dem Sturm?
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In den letzten Monaten war es verdächtig still um das Thema .Oderausbau ..

Nun bewahrheitet sich leider das Sprichwort: .Es war die Ruhe vor dem Sturm.: Auf der Grenzoder zwischen Hohensaaten und Bielinek erfolgen zurzeit massive wasserbauliche Aktivitäten durch die polnische Wasserbauverwaltung. Es werden sowohl neue Buhnen gebaut als auch unverbaute Ufer massiv befestigt. Dabei wurden unter anderem auch Ausbuchtungen und Altarme abgeschnitten. Auswirkungen auf das Strömungsverhalten und die Hochwassergefahr sind nicht auszuschließen.

Diese Baumaßnahmen stellen einen Ausbau dar, zu dem sowohl ein Planfeststellungsverfahren als auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fehlt. Entsprechend erfolgte auch keine Beteiligung der deutschen Seite und der Umweltverbände. Zudem verstoßen die Aktivitäten gegen das Verschlechterungsverbot der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Weitere Infos:
BUND Berlin, Winfried Lücking
Referent für Gewässer und Binnenschifffahrt
Tel. +49 (0)30 78 79 00 16
luecking@bund-berlin.de 
www.bund-berlin.de
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BIG JUMP 2005 . Internationaler Flussbadetag
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Initiiert vom European River Network (ERN) ist für den 17. Juli 2005 der erste Europäische Badetag geplant. Bis in die 90er Jahre sind unsere Flüsse lediglich als Abwasserkanäle für Industrie, Landwirtschaft und als Verkehrswege für Schiffe angesehen worden. Durch unterschiedliche Aktivitäten (Ausstellungen Schulprojekte, Events) sollen die Menschen für die Notwendigkeit des Schutzes der Flüsse und Seen sensibilisiert werden.

Das positive Aufzeigen der erzielten Fortschritte hin zu sauberen und lebendigen Gewässern soll dabei im Mittelpunkt stehen. Die Bevölkerung wird eingeladen, ihren Fluss wieder zu erleben und ihn als einen natürlichen Lebensraum zu erfahren und zu akzeptieren. Die dauerhafte Verbesserung der Flusswasserqualität ist im Übrigen ein Hauptziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), das in allen EU-Ländern bis 2015 umgesetzt werden muss.

Vorbild für den .Big Jump.-Badetag ist der .Elbe-Badetag., bei dem im Jahr 2002 an 55 Orten entlang des Flusses 100.000 Menschen dem Aufruf gefolgt sind und sich in das kühle Nass stürzten. was an der Elbe möglich war, muss anderswo auch gelingen!

Wird es auch einen Badetag an der Oder geben?
Alle Organisationen, Vereine, Initiativen entlang der 850 Flusskilometer sind aufgerufen, sich zu beteiligen!
Weitere Infos unter: www.bigjump.org

 





Kontaktstelle zur Wasserrahmenrichtlinie

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Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verpflichtet die EU-Staaten, bis 2015 einen .guten Zustand. der Gewässer zu erreichen. Die GRÜNE LIGA e.V. wird auch in den kommenden zwei Jahren Umweltverbände inhaltlich unterstützen, die sich aktiv an der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) beteiligen. Ein entsprechendes Projekt wird vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt gefördert und läuft von Juli 2004 bis Mai 2006.

Geplant sind sechs Seminare zum Stand der Umsetzung der WRRL, die mit Partnerorganisationen in der jeweiligen Region durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zusammenarbeit mit deutschen, polnischen und tschechischen Verbänden in den Einzugsgebieten von Elbe und Oder. In vier weiteren Ausgaben des seit zwei Jahren erscheinenden Rundschreibens .WRRL-Info. werden aktuelle Informationen und Nachrichten zur WRRL jetzt auch auf tschechisch und polnisch bereitgestellt.

Umfassende Informationen und Dokumente zur Umsetzung WRRL zudem bietet die deutschsprachige Website
www.wrrl-info.de.

Kontakt:
GRÜNE LIGA e.V. - Bundeskontaktstelle Wasser
Michael Bender, Tobias Schäfer
Prenzlauer Allee 230 
D 10405 Berlin
Tel. +49 (0)30 - 44 33 91 . 44
Fax. - 33
wasser@grueneliga.de




Unternehmen NATURA 2000 - Mittlere Oder.:
Akzeptanzstrategien in FFH- und Vogelschutzgebieten - exemplarische Entwicklung und Umsetzung von kooperativen Verfahren
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Die Meldung der FFH- und Vogelschutzgebiete hat zu gravierenden Konflikten zwischen Landnutzern und zuständigen Behörden geführt. Ursache ist u.a. ein über EU-Vorgaben geprägtes Verfahren, das regionalen Akteuren wenig Spielraum lässt.

Zur erfolgreichen Umsetzung von FFH- und Vogelschutz-Richtlinie sind dringend Strategien zu entwickeln, wie diese in Zusammenarbeit mit den Betroffenen vor Ort umgesetzt werden können. In Kooperation mit seinem Dachverband DVL und dem Landschaftspflegeverband (LPV) Südpfalz führt der LPV Mittlere Oder deshalb seit Juli diesen Jahres das DBU-geförderte Teilprojekt .Unternehmen NATURA 2000 . Mittlere Oder. durch.

In der Region um Frankfurt/Oder zählen zwei Vogelschutzgebiete und 33 FFH-Gebiete zum Projektgebiet. Neben dem Aufbau einer Netzwerkallianz der Akteure und der Einbindung von Beiräten hat sich der LPV folgende Arbeitsschwerpunkte für die kommenden 3 Jahre gesetzt: Kommunikationsberatung (nach Stoll 1999), Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (u.a. dreisprachige Beschilderung der FFH-Gebiete, Seminare) und Entwicklung / Umsetzung modellhafter Erhaltungsmaßnahmen. Die Entwicklung und Optimierung ökonomischer Anreize runden das Vorgehen ab.

Kontakt:
LPV Mittlere Oder
Toralf Schiwietz
T: +49 (0)335 . 680 31 79
Fax. - 606 75 33
lpv.mittlereoder@web.de 
www.lpv.de



Alleenschutz auf beiden Seiten der Oder?!
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Alleen sind Kulturerbe und touristisches Markenzeichen in einem. Dadurch bieten sie großes Potenzial auch für die wirtschaftliche Entwicklung. Leider verschwinden immer mehr Brandenburger Alleen, sei es durch allgemeine Umwelteinflüsse, Straßenbau oder falsche Schnittmaßnahmen. Straßenverbreiterungen und fehlende Nachpflanzungen an Bundes- und Landesstraßen stellen dabei ein besonderes Problem dar und es ist zu befürchten, dass in den kommenden Jahren auch im polnischen Oderraum viele Alleebäume dem Straßenbau zum Opfer fallen werden.

Der BUND Brandenburg sucht daher für sein Alleen-Engagement auch in Polen Partner, die sich ein gemeinsames Projekt oder Austausch vorstellen können.

Kontakt:
BUND Brandenburg
Silke Friemel
Tel.: +49 . (0) 331 . 237 00 . 142
Fax: - 145
bund.brandenburg@bund.net
www.bund-brandenburg.de