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Deutsch-Polnische Regionale Tourismuskonferenz November 2004

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Am 3. November 2004 trafen sich in Kostrzyn (Pl) die Vertreter der Partnergemeinden zur Tourismuskonferenz 2004. Eingeladen hatten das Projekt "Bez Granic - Ohne Grenzen", Projektleiter Michael Seidler und der Bürgermeister von Kostrzyn, Dr. Andrzej Kunt. Und es ging hier nicht nur darum, dass die Partner sich wieder sehen und miteinander reden. Vielmehr ist in einem straffen Programm aus Vorträgen und Workshops das Ziel definiert worden, verbindliche Absprachen zu treffen und weitere Kooperationen zwischen den deutschen und polnischen Partnern zu beschließen.

Das bis zum letzten Platz gefüllte Kulturzentrum von Kostrzyn bot unter der Moderation von Prof. Dr. A. Panasiuk, Universität Szczezin, vielfältige Themen. So haben Runa Zeppenfeld und Mathias Lillge die gemeinsam entwickelte Vorstudie "Plan T" vorgestellt. Diese Studie spiegelt den derzeitigen Status im Tourismus wider, beleuchtet Stärken und Schwächen, aber ermöglicht auch Ausblicke in die Zukunft. Die Marketinginstrumente bei der Gestaltung regionaler touristischer Produkte wurden gemeinsam von Prof. Dr. Panasiuk und Dr. Szostak vorgestellt und diskutiert. Nach der obligatorischen Kaffeepause stellte Ute Sauerbrey das anspruchsvolle Projekt "Transnationales Netzwerk - Baltische Kultur- und Tourismusroute Festungen" vor. Ziel ist es, alle in diesem Gebiet befindlichen Festungen zu sanieren, zu nutzen und zu vermarkten. Geleitet werden soll dieses Projekt von der Stadt Kostrzyn. Auch die Euroregionen Viadrina und Pomerania, vertreten von Herrn Bartnik und Herrn Direktor Szydiak, nutzten die Möglichkeit, die Themen Wasser- und Radtourismus vorzustellen. Festzustellen ist, dass es schon viele Radwege gibt, diese aber noch weiter ausgebaut werden müssen. Die Schaffung eines grenzüberschreitenden Rad- oder Wassertourismusnetzes bedarf noch einiger Anstrengungen, die nur in einer koordinierten Zusammenarbeit der Partnergemeinden dies- und jenseits der Grenze möglich sind.

In den Workshops nach der Mittagspause wurde viel und teilweise kontrovers diskutiert und die Möglichkeiten der gemeinsamen Entwicklung erörtert. Das Ergebnis dieser Konferenz ist vielschichtig und spiegelt die unterschiedlichen Grundvoraussetzungen der beiden Länder wieder: Während in Deutschland das Thema Tourismus einen sehr hohen Stellenwert hat, sind in Polen derzeit auch andere Schwierigkeiten zu bekämpfen. Administrative Grenzen müssen beseitigt, Eigentumsfragen geklärt und Investitionen für die Sanierung der Infrastruktur getätigt werden. Trotz der länderspezifischen Probleme sollen jetzt einige Projekte konkret bearbeitet werden.

Dem Projektbüro Bez granic ist es gelungen, den Bürgermeister der Stadt Wriezen, Uwe Siebert und Jens Lüdecke, Geschäftsführer der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, einzubinden, um die Einrichtung der Fährverbindung zwischen Güstebieser Loose und Gozdowice oder der "Großen 8" als grenzüberschreitenden Radweg voranzutreiben.

Vision ist es, Produkte zu schaffen, die es für Touristen lohnenswert machen, in die Region zu kommen. Auf polnischer Seite werden die Partnergemeinden gemeinsam an der internen Entwicklung arbeiten, um das Projekt voranzubringen.