:: Projekt Bez granic ::
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Das Projekt


Das Projektbüro „Bez Granic – Ohne Grenzen“

 

Nach dem Beitritt Polens zur europäischen Staatengemeinschaft  wird sich das Oderbruch als Grenzregion mit sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Auswirkungen auseinander zu setzen haben.

Es wird entscheidend darauf ankommen, ob diese Region lediglich als ein Transitraum wahrgenommen wird oder ob wir ein authentisches unverwechselbares Profil innerhalb der West-Ost-Achse entwickeln. In diesem Moment haben wir die Möglichkeit, privilegierte Kontakte zur Nachbarregion zu knüpfen, im speziellen zu unseren polnischen Nachbargemeinden in Form von Wirtschaftskooperationen, Schüler- und Studentenaustausch- und Kulturprogrammen oder grenzübergreifendem Tourismus.

 

Bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit stoßen Behörden, andere Einrichtungen und Privatpersonen immer noch auf rechtliche oder administrative Probleme. Vielfach fehlen gemeinsame gesetzliche Regelungen, die das Zusammenkommen und – arbeiten ermöglichen oder erleichtern. Insbesondere die Strukturen bei den öffentlichen Händen und Körperschaften sind in den Partnerregionen noch sehr unterschiedlich. Oftmals fehlt die Kenntnis über Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen beim Nachbarn.

Grundlegend für ein Zusammenwachsen des Grenzraumes ist die Kommunikation zwischen den Akteuren und Entscheidungsträgern in der Oder-Region und letztlich die Bildung eines funktionierenden Netzwerkes zum gegenseitigen Informationsaustausch sowie zur Förderung und Durchsetzung grenzübergreifender Kontakte. Hier wird die Zusammenarbeit mit gleichartigen bereits existierenden Initiativen aus der Region angestrebt.

Im einzelnen koordiniert und fördert die Geschäftsstelle in der Region die Erfüllung folgender Ziele : 

  • Aufbau eines kontinuierlichen Informationsaustausches zwischen öffentlichen Stellen (z.B. Zusammenarbeit in den Bereichen Kommunen, Polizei, Kriminalprävention) der Regionen beiderseits der Grenze, Förderung der institutionellen Zusammenarbeit Wissensaustausch, Netzwerkbildung und die Entwicklung gemeinsamer innovativer Ansätze sollen zum Abbau administrativer Hemmnisse beitragen. Berücksichtigt werden soll auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung, beispielsweise der koordinierte Einsatz der Polizei-, Rettungs- und Hilfsdienste und des Katastrophenschutzes. Unterstützung innovativer Projekte, die auf den Abbau administrativer Hemmnisse oder die Schaffung von Verbundvorteilen durch die grenzüberschreitenden Verknüpfung bereits vorhandener Einrichtungen ausgerichtet sind.
  • Sensibilisierung der Bevölkerung beider Seiten der Grenze über die Chancen und Vorteile der Erweiterung
  • Schaffung von Partizipationsmöglichkeiten der hier lebenden Bürger zur Mitbestimmung konkreter Schritte des Weges zur EU-Erweiterung in dieser Region
  • Aufbau verschiedener sich selbst tragender Netzwerke im Bereich Verwaltung, Wirtschaft, KMU, IT, Tourismus, Schule, Sport, Kultur und Jugend
  • Integration und Bündelung gleichartiger Initiativen aus der Region zur Konzentration der Kräfte

Prinzipielles Ziel ist es, das derzeitige Vakuum, die Ratlosigkeit und die immer mehr verzehrte Sichtweise der Menschen beiderseits der Grenze zum Thema EU-Osterweiterung, zu ersetzen durch eine umfassende Aufklärungskampagne, der Initiierung einer Vielzahl von Begegnungen und Veranstaltungen auf beiden Seiten der Grenze, einem Zusammenführen von Entscheidungs- und Verantwortungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft beider Seiten und einer Sensibilisierung der hier lebenden Bevölkerung für die Zukunftschancen der EU Osterweiterung.

Die Serviceagentur weckt ein Bewußtsein für die spezifische Situation des Lebens in der EURO-Region und erstellt geeignete Produkte und Dienstleistungen, um diesen Prozess zu entwickeln.

Das Projekt wird mit 475. 000 Euro von der Europäischen Kommission gefördert.